Rezensionen 1 von 2 Rezensent: Prof. Dr. med. J. Zentner, Direktor der Neurochirurgischen Universitätsklinik Freiburg im Breisgau, Zeitschrift für Epileptologie 2007 "Mit diesem Taschenbuch hat Herr Dr. med. Günter Krämer Neurologe und Medizinischer Direktor des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums Zürich einen weiteren wichtigen Beitrag im Rahmen seiner Bemühungen geleistet, die Kommunikation zwischen Wissenschaftlern, klinisch tätigem Personal und Patienten bzw. Angehörigen zu verbessern. In diesem Sinne ist das vorgelegte Taschenbuch für alle an der Epilepsie beteiligten Berufsgruppen ebenso wie für Patienten und Angehörige hilfreich und ohne Einschränkung zu empfehlen."
2 von 2 Aus: Psychopharmakotherapie 2/2008, S. 87 Rezensent: Dr. Heike Oberpichler-Schwenk, Stuttgart AED, BRE, FFV, FKMTE, OCB - in Veröffentlichungen und Vorträgen treffen Epileptologen auf eine Fülle von Abkürzungen, wie man sie sonst vielleicht nur noch in der Onkologie findet. Allzu oft wird die Abkürzung nicht erklärt, sondern als bekannt vorausgesetzt, was aber in vielen Fällen eine zu optimistische, wenn nicht gedankenlose Einschätzung darstellt. Und so manche Abkürzung sucht man in den gängigen Nachschlagewerken ebenso wie im Internet vergeblich. Aus leidvollen Erfahrungen heraus - einige schildert er in seinem Vorwort - hat Dr. Günter Krämer sich der Mühe unterzogen, ein Verzeichnis von über 3 000 Abkürzungen zu erstellen, die in epileptologischen Veröffentlichungen vorkommen. Das reicht von der Diagnostik, zum Beispiel „FFV" für Finger-Finger-Versuch und zahlreiche Abkürzungen aus der Genetik, über die Nosologie (z.B. „FKMT" für familiären kortikalen myoklonischen Tremor) bis zur Therapie. Hier ist „AED" als Abkürzung für „Antiepileptikum" (antiepileptic drug) inzwischen wohl weithin bekannt. Dagegen ist „OCB" für „Oxcar-bazepin" weniger gebräuchlich und mit dem Hinweis auf OXC als übliche Abkürzung versehen. Das Beispiel ,.BRE" möge verdeutlichen, dass die unbedachte Verwendung von Abkürzugen leicht zu Missverständnissen führen kann, da diese durchaus mehrere Bedeutungen haben können - in diesem Fall „benigne Rolando-Epilepsie" und „benefit risk evaluation" (Nutzen-Risiko-Bewertung). Und „SS" bietet von „Schlafspinder bis „social security" sogar acht mögliche Bedeutungen. „A" (Ampere, Adenin, ante) und „ZZ" (Zellzahl, zweieiige Zwillinge) sind zwei weitere Beispiele für Abkürzungen, die nicht eigentlich aus der Epileptologie stammen, aber in wissenschaftlichen Veröffentlichungen durchaus vorkommen. Das Abkürzungsverzeichnis ist jedem zu empfehlen, der sich mit epileptologischen Veröffentlichungen befasst, und wird uns auch bei unserer Redaktionsarbeit sicher gute Dienste leisten. Praktisch tätige Neurologen werden darüber hinaus großen Nutzen von dem Adressenverzeichnis im ersten Teil des handlichen Büchleins haben. Mit Adresse, Ansprechpartner, Telefonnummer und, soweit vorhanden, Faxnummer, E-Mail-Adresse und Internetadresse findet man hier - Organisationen der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) -Organisationen des Internationalen Büros für Epilepsie (IBE) und sonstige Adressen zur allgemeinen Information - Epilepsie-Kliniken und -Zentren sowie pädiatrische und neurologische Kliniken mit Epilepsie-Schwerpunkt oder -Ambulanz in Deutschland, Österreich und der Schweiz - Epilepsie-Schwerpunktpraxen in Deutschland - Epilepsie-Selbsthilfegruppen in Deutschland Und natürlich dürfen ein paar nützliche Internetadressen nicht fehlen. Dem Büchlein ist eine rege Nutzung zu wünschen. Eine regelmäßige Aktualisierung ist vorgesehen und entsprechende Rückmeldungen sind vom Autor erwünscht.
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