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BÜCHER / Gesamtverzeichnis / Fatigue bei MS - Penner
 

I.K. Penner
Fatigue bei Multipler Sklerose

EUR 19,90 | 2008 | broschiert | 170 S. | zahlreiche Abb. | ISBN 978-3-936817-32-4
EUR 17,90 | E-Book | ISBN 978-3-944551-04-3

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Kurztext
Die Fatigue als MS-bedingte Erschöpfung trifft Schätzungen zufolge 75 – 95 % aller MS-Patienten. Der seitens der Betroffenen subjektiv wahrgenommene Mangel an mentaler und/oder physischer Energie schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Fatigue kann zu allen Zeitpunkten der Erkrankung auftreten, ist oftmals ein Initialsymptom und besteht meist während des gesamten Krankheitsverlaufs. Nicht selten sind die Auswirkungen der Fatigue derart gravierend, dass eine deutliche Reduktion des Arbeitspensums oder gar eine Arbeitsunfähigkeit die Folge sind. Obgleich das Wissen um die unterschiedlichen Dimensionen der Fatigue, ihre Prävalenz und Auswirkungen auf die Lebensqualität in den letzten 5 – 10 Jahren deutlich angewachsen ist, sind die Erkenntnisse zu Ätiologie und Pathophysiologie nach wie vor dürftig. Verschiedene Erklärungsansätze wurden angedacht, wobei Veränderungen innerhalb des zentralen Nervensystems, des autonomen Nervensystems, aber auch des Immunsystems diskutiert wurden. Das vorliegende Buch hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse von den Grundlagen über Klinik und Diagnostik bis hin zur Therapie zusammenzutragen und auf diese Weise das Verständnis für das Symptomspektrum und in letzter Konsequenz für die betroffenen Patienten zu verbessern.

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Inhalt
• Zur Geschichte der Müdigkeit
• Fatigue – Definitionen, Epidemiologie und ätiologische Faktoren
• Pathophysiologie und Abgrenzung zu anderen Symptomen und Erkrankungen
• Immunpathologie und Pathogenese
• Motorische Fatigue bei Multipler Sklerose
• Kognitive Fatigue der MS
• Persönlichkeitsfaktoren und Motivation
• Fatigue und Depression bei Multipler Sklerose – Einflüsse auf Therapie und Lebensqualität
• Schlaf, zirkadiane Rhythmik und Fatigue
• Klinische Erfassungsinstrumente der Fatigue
• Bildgebende Verfahren und Fatigue
• Elektrophysiologie und Fatigue
• Sozialmedizinische Beurteilung und Begutachtung
• Symptomatische medikamentöse Behandlung der Fatigue
• Immunmodulatoren und -suppressoren bei Fatigue
• Nicht-medikamentöse Behandlungsansätze und Neurorehabilitation
• Sachverzeichnis

Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

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Autorin

Dr. phil. Dipl- Psych. Iris-Katharina Penner studierte zwischen 1990 und 1996 Psychologie an den Universitäten Bonn und Berlin. Ihre Promotion zum Thema „Multiple Sklerose, Aufmerksamkeit und fMRT“ absolvierte sie 2003 an der Universität Basel mit summa cum laude. Sie arbeitet dort seit 2003 als Oberassistentin im Schwerpunktbereich der kognitiven Neurowissenschaften in Lehre und Forschung. Frau Dr. Penner beschäftigt sich wissenschaftlich vor allem mit den Themen der Neurokognition und Neuroplastizität bei neurodegenerativen und inflammatorischen Erkrankungen des Gehirns sowie mit Möglichkeiten der kognitiven Intervention und Prävention im gesund und pathologisch alternden Gehirn. Sie arbeitet seit 2000 in enger Kooperation mit Prof. Ludwig Kappos zu kognitiven Störungen und Fatigue bei MS. Sie entwickelte jüngst eine neue Fatigue-Skala sowie ein computerisiertes kognitives Rehabilitationsprogramm für Patienten mit MS

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Rezensionen
1 von 1
Aus: pflegen: palliativ 4/2009, S. 46.
Rezensentin: Maike Grafner-Schwarz, Pflegefachfrau HF, Biel, Schweiz
Iris-Katharina Penner und ihre Co-Autoren beleuchten in ihrem Buch ein belastendes, den Alltag behinderndes und auch stigmatisierendes Symptom aus allen Blickwinkeln. Mit fachlich fundierten, forschungsbasierten Beiträgen entsteht ein umfassendes Bild von Fatigue. Erklärtes Ziel ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse von Grundlagen über Klinik und Diagnostik bis hin zur Therapie zusammenzutragen und so Verständnis für das Syrnptomspektrum und dessen Bedeutung für die Betroffenen zu schaffen.
Eindrücklich werden den Lesern Charakteristika, Ursachen und Zusammenhänge zwischen Erschöpfung, affektiven, kognitiven und sozialen Einflüssen nahegebracht. Unterscheidend zwischen einer primären (pathophysiologisch bedingt) und sekundären (Begleiterkrankung, Medikamente, Schlafstörungen) Fatigue, oder zwischen der motorischen oder kognitiven Fatigue wird dem Leser schnell klar, wie wichtig eine umfassende Abklärung der Symptome ist.
Der Diagnostik wird eine große Bedeutung beigemessen. Sie ist ein bedeutender Aspekt und erlaubt es, die Therapie auf die Bedürfnisse des Betroffenen hin maßgeschneidert eignen zu können. Bei all den theoretischen Abhandlungen bleiben die Texte interessant, verständlich und einfühlsam-beschreibend.
Das vorliegende Buch wird zu einem lesenswerten, umfassenden Sammelwerk für Fachpersonen, Betroffene und ihre Angehörigen. Der Interessierte kann sich vertieft mit dem Thema Fatigue, dessen Auswirkungen und den Behandlungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Ein unsichtbares Symptom wird fassbarer. Dies ist ein wichtiger Schritt weg von der Stigmatisierung hin zur gezielten Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen und ihrem Umfeld.


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