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ZEITSCHRIFTEN / Neurologie & Rehabilitation / Archiv / 2005 6 / abstract 3

Neurol Rehabil 2005; 11 (6):331–335  Originalarbeit 

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Vigilanz bei neurologischen Erkrankungen
Ein Vergleich mittels Vigilanztest »Carda«

A. Büttner1,2, S. Latarnik2, S. Rode2, L. Seiffert2, H. Remer2, Y.-T. Kim2, H. Bennefeld2
1Klinik Ambrock, Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin, Universität Witten-Herdecke, Hagen
2Heinrich-Mann-Klinik, Klinik für Neurologie und Neuropsychologie, Bad Liebenstein

Zusammenfassung
Neurologische Erkrankungen werden u.a. auch von einer Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit begleitet. Diese wiederum ist ein entscheidendes Kriterium der Vigilanz und der verschiedenen Aufmerksamkeitskomponenten. Neuropsychologische Testverfahren und Fahrsimulatoren dienen als Instrumente zu ihrer Erfassung, Objektivierung und Verlaufsbeobachtung unter Therapie. Benutzt werden u.a. Testverfahren wie Carda [12].
Mit der vorliegenden Arbeit sollte nun geklärt werden, ob bzw. inwieweit es zu einer Verminderung der Vigilanz bei neurologischen Patienten vor einer Rehabilitation kommt und inwieweit der Schweregrad der Erkrankung einen Einfluss auf die Vigilanzleistung besitzt.
Zu diesem Zweck wurde die Vigilanz von 50 Patienten mit verschiedenen neurologischen Krankheitsbildern und 51 gesunden Probanden mittels des Fahrsimulatortests Carda untersucht.
Die Untersuchung ergab sehr starke Unterschiede zwischen den Gesunden und den untherapierten neurologischen Patienten (p<0,001), d.h. die Patienten wiesen zu Beginn einer neurologischen Rehabilitation massive Defizite bzgl. ihrer Vigilanz auf. Der Schweregrad der Erkrankung scheint hierbei hingegen keine Rolle zu spielen.
Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass die Vigilanz bei neurologischen Patienten stark eingeschränkt ist und Carda unter Berücksichtigung seiner einfachen Durchführung und Auswertung in der klinischen Routine ein geeignetes Instrument zur Erfassung von defizitärer Vigilanz und ihrer Verbesserung unter einer neurologischen Rehabilitationsmaßnahme darstellt.
Key words: Vigilanz, neurologische Erkrankungen, Carda, Rehabilitation

Vigilance in patients with neurological diseases. Comparison by vigilance test »Carda«
A. Büttner, S. Latarnik, S. Rode, L. Seiffert, H. Remer, Y.-T. Kim, H. Bennefeld

Abstract
Neurological diseases are accompanied by an impairment of patients? condition during the day. The latter, in turn, is a decisive criterion of vigilance and different processes of attention. The instruments employed for data gathering, objectification and observation of the course of therapy are neuropsychological test instruments. Test instruments like Carda [12] are often used.
The study should show, if and how strongly the vigilance of neurological patients is reduced and how the degree of severity will influence the patients? vigilance.
Thus, 50 patients with different neurological disorders and 51 controls were tested by Carda.
The research showed very strong differences between the healthy persons and the untreated neurological patients (p<0.001), that means, that patients before rehabilitation had very strong deficits. The degree of severity is not important in this case.
In conclusion the vigilance of neurological patients is severely decreased and its simple performance and evaluation make Carda a very good instrument in the clinical routine for the coverage of vigilance deficits and of improved vigilance through a rehabilitation.
Schlüsselwörter: vigilance, neurological diseases, Carda, rehabilitation

© Hippocampus Verlag 2005
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