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BÜCHER / Gesamtverzeichnis / Ambulante neurologische Rehabilitation
 

P. W. Schönle, T. Leyhe
Ambulante neurologische Rehabilitation
Konzept. Praxis. Outcome

Euro 5,00 | 2000 | Band 1 | broschiert | 112 S. | zahlr. s/w Abb.
ISBN 3-9806107-2-1

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Kurztext
Eine Schädigung des Gehirns betrifft die Persönlichkeit des Patienten in all ihren Facetten. Folglich muß sich die neurologische Rehabilitation grundsätzlich individuell am biographischen und beruflichen Kontext des einzelnen Patienten orientieren. Die Frage, ob nicht ambulant/teilstationäre Leistungen im Rahmen der Rehabilitation stationäre Maßnahmen ersetzen oder ergänzen können, ist seit der Gesundheitsreform von besonderer Brisanz. Das vorliegende Buch beschreibt die Erfahrungen mit einem Modellprojekt zur ambulant/teilstationären neurologischen Rehabilitation, welches in einer gemeinsamen Initiative der LVA Württemberg, der BfA und der Kliniken Schmieder entwickelt wurde, und präsentiert die Ergebnisse der umfassenden wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation.

Mit den Rahmenempfehlungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation und der Konzeption zur ambulanten neurologischen Rehabilitation der BAR.

Für: Neurologen, Rehabilitationsmediziner, Psychologen, Kostenträger
Stichworte: Neurorehabilitation, Begutachtung

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Inhalt
• Konzeptioneller Hintergrund
• Methodik
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Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

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Autoren

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Rezensionen
1 von 2:
Aus: Der Nervenarzt 4/2001
Rezensent: G.F. Hamann (München)
Das schmale Buch deckt den modernen Bereich der sogenannten ambulanten Rehabilitation ab. Dies war bisher in Anbetracht des großen Angebots von stationären Rehaeinrichtungen mit meist rascher Aufnahmebereitschaft ein Stiefkind der Rehabilitationsmedizin zumindest in Deutschland. In anderen Ländern, wie USA oder Skandinavien, war die Entwicklung umgekehrt mit einem Schwerpunkt derzeit im ambulanten Rehabereich. Der wesentliche Teil des Buches wird von der Darstellung einer Studie der ambulanten Reha an den Schmieder Kliniken in Stuttgart eingenommen. Hierin wird der Versuch des Vergleiches der ambulanten und stationären Rehamaßnahmen unternommen. Erfeulicherweise haben die Autoren in den Anhang ihres Buches die Rahmenempfehlungen der BAR (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation) zur ambulanten Rehabilitation aufgenommen. Diese Rahmenempfehlungen machen ein gutes Drittel des Buches aus und formulieren die Strukturqualität der ambulanten Rehabilitation bis in detailierte Raum- und Therapeutenbedarfszahlen auf. Ein Muß für jeden, der sich für diese Rehaform interessiert. Die ambulante Rehastudie der Schmiederkliniken zeigt, dass ambulante Reha für Patienten der sog. Phase D sehr wohl, und mit vergleichbaren Ergebnissen wie im Rahmen der stationären Reha erzielt. Somit sehen die Autoren auch klar, dass die ambulante Rehabilitation selten Ersatz sondern meist Ergänzung des stationären Rehaangebotes ist. Das Buch kann Neurologen und Rehamedizinern in Akut- und Rehaeinrichtungen empfohlen werden. Es kann Hilfe bei der Einrichtung solcher ambulanter Rehabereiche sein.

2 von 2:
Aus: Nervenheilkunde 3/2001
Rezensent: Prof. Dr. D. Soyka, Kiel
Die Frage, ob ambulante/teilstationäre Rehabilitationsleistungen stationäre Maßnahmen ersetzen oder ergänzen können, ist seit der Gesundheitsreform von besonderer Brisanz. In den meisten Fällen wird eine neurologische Rehabilitation zunächst auf stationärer Basis erfolgen. Das gilt für die Folgezustände nach schweren akuten zerebralen Schädigungen, z.B. posttraumatische und postapoplektische Syndrome, für spinale Schädigungen, systemische Schädigungen des peripheren Nervensystems. Ausreichende körperliche und psychische Belastbarkeit stellt eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine ambulante/teilstationäre Rehabilitation dar. Insbesondere müssen die sensomotorischen, koordinativen und kognitiven Leistungen soweit wiederhergestellt sein, dass der Patient in der Lage ist, die Anreise von zu Hause in die Tagesklinik und zurück entweder allein oder mit Fremdhilfe zu bewältigen. Auch vonseiten des sozialen Umfeldes müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Das vorliegende Buch beschreibt die Erfahrungen mit einem Modellprojekt zur ambulanten/teilstationären neurologischen Rehabilitation, welches in einer gemeinsamen Initiative der LVA Württemberg, der BfA und der Kliniken Schmieder entwickelt wurde. Die Erhebung stützt sich auf eine erste Gruppe von 604 Patienten und auf Auswertungen bei einigen weiteren Gruppen. Untersuchungsparameter waren verschiedene personenbezogene Daten. ICD-Diagnosen, Barthel-Indizes, Befragungen der Patienten bei Entlassung und 6 Monate danach.
Die Ergebnisse demonstrieren umfassende und stabile positive Rehabilitationseffekte mit deutlicher Verbesserung der Befindlichkeit, des Gesundheitszustandes. Der Alltagsfähigkeiten, verbunden auch mit einem hohen Anteil der Reintegration ins Erwerbsleben. Nicht beurteilen lässt sich dabei, in welchem Maß der Outcome der Rehabilitationsleistungen dem zu erwartenden Spontanverlauf überlegen ist.
Irrig wäre die Annahme, dass die ambulante/teilstationäre Rehabilitation unter ökonomischen Aspekten kostengünstiger abschneiden würde als die vollstationäre Therapie, im Gegenteil. Die Autoren begründen das u.a. mit der kleineren Zahl an Behandlungsplätzen und der damit verbundenen geringeren Homogenität der Patienten, die keine Gruppenbildung erlaubt und mehr Einzelbehandlungen erforderlich macht.
Ein umfangreicher Anhang enthält die Rahmenempfehlungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation und die Konzeption zur ambulanten neurologischen Rehabilitation der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation Frankfurt.
Jeder mit neurologischer Rehabilitation befasste Arzt wird das Buch gewinnbringend lesen.

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